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2026

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Es fühlt sich an wie die Rückkehr auf einen fernen Planeten, den man vor langer Zeit hinter sich gelassen hat, wenn man mit fast 70 Lebensjahren entdeckt, was noch in einem steckt.

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Groß ist das Land der einst unbegrenzten Möglichkeiten. Wer dort nicht fliegt, fährt mit dem Auto. Lange Strecken durch weite unbesiedelte Landschaft. Abseits jeder Ansiedlung sind die Strassen dort überall besser als in europäischen Großstädten.

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Im August 1980 ging es zum ersten Mal zu Fuß auf den Gipfel des El Capitan. Zurück ins Tal per Fallschirm. Nach spektakulärem freien Fall entlang der 1000 Meter abfallenden Steilwand.

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Einige Stunden nach Sonnenaufgang in Berlin geht es weit gen Westen. Am Abend desselben Tages stehen die nackten Füsse in Kalifornien in der Brandung des pazifischen Ozeans.

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Ein Punkt. Ein Tor: Aus nach der Vorrunde. Es ist gut gelaufen für die kleinste Fußballnation der Welt.

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Dass man künstlicher „Intelligenz“ pausenlos hinterher korrigieren muss, ist bekannt. Aber wofür taugt sie überhaupt, wenn sie es nicht mal schafft, einfachste Fakten korrekt zu ermitteln.

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Wenn Vorfreude auf Realität trifft, hat die Hoffnung Urlaub. Tatsachen ersetzten Spekulationen. Das erste WM-Spiel seiner Geschichte wurde für Curaçao zu einer wahren Feuertaufe.

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Mexiko und Südafrika eröffnen das Turnier und keiner schaut hin. Auf Curacao beginnt die Fußball WM 2026 erst am 14. Juni. Bis dahin geht alles seinen normalen Gang.

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Wer klein ist, träumt davon, groß rauszukommen. Eine Blaue Welle soll Curacao dazu bringen, um als Erstteilnehmer bei einer Fußball WM über sich hinauszuwachsen.

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Sieben Jahre Abwesenheit und dennoch ständig präsent. Wo ich auch hinschaue in unserer Wohnung, Curaçao, mein karibischer Sweet Spot, drängt sich von allen Seiten ins Gedächtnis zurück. Eine Rückkehr ist längst überfällig.

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Am Ende der langen Wanderung wollte ich Rucksack und Schuhe für kleines Geld weggeben. Nun steht beides im Schrank und wartet auf Wiedervorlage.

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Sechs Tage. 183.355 Schritte. 140 Kilometer. Am Leuchtturm Kiel-Holtenau ist endlich Schluß.

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Der Tag beginnt vielversprechend mit einer Schwebefähre und endet als Hängepartie.

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Auf dem Weg nach Rendsburg ziehen nicht nur Radfahrer an uns vorbei. Unsere eigene Vergangenheit holt uns ein.

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„Glück ist die Abwesenheit von Schmerz“, wusste schon Schopenhauer, der alte Philosoph. Füße ohne Blasen auch, kann ich da nur ergänzen.

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Acht Straßen- und vier Eisenbahnstrecken führen über den Kanal. Zehn Brücken, dreizehn Fahrzeug- und eine Personenfähre befördern Menschen und Material auf die jeweils andere Seite.

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Es wird ländlich. Leise. Einsam. Hin und wieder tuckern Schiffe vorbei. So stellt man sich Wandern vor.

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Nah am Wasser. Schritt für Schritt. Insgesamt 183.355. Umgerechnet etwa 140 km. Sechs Tage Nord-Ostsee-Kanal. Zu Fuß.