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Tag 3: Albersdorf - Hamdorf

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7 Grad Celsius. Bewölkt. Bis zum nächsten Bett sind es noch 25 Kilometer.

„Glück ist die Abwesenheit von Schmerz“, wusste schon Schopenhauer, der alte Philosoph. Füße ohne Blasen auch, kann ich da nur ergänzen und klopfe wieder auf Holz. An Tag 3 fühlt sich der Rucksack seltsamerweise nur noch halb so schwer an. Die Schultern senden kaum noch Schmerzsignale. Ich könnte ewig so weiterlaufen. Ha ha ha - kleiner Scherz.

Das Frühstück endet mit den üblichen Pillen, die Menschen in unserem Alter einwerfen und obendrauf gibt’s eine Ibuprofen. In einer halben Stunde lässt sie mich mit Gepäck und klobigen Wanderschuhen durch die Landschaft hüpfen wie ein junges Reh. So kommt’s mir jedenfalls vor.

Würden wir dem offiziellen NOK-Wanderweg folgen, könnten wir die Tagesetappe um 5 bis 7 Kilometer verkürzen. Allerdings bekämen wir dabei kein Wasser zu sehen. Unser erklärtes Ziel heißt aber nun mal entlang des Kanals zu wandern. Wir beschreiben also den erforderlichen Umweg. Zur Halbzeit überqueren wir die Gieselau-Schleuse, die den NOK mit der Eider verbindet. Dieser Fluss diente bereits Jahrhunderte vor dem Nord-Ostsee-Kanal als natürlicher Transportweg durchs Land. Wir überqueren ihn schließlich am Ende des Tages.

Vom Kanal bis zur Unterkunft in Hamdorf zieht sich der Weg ewig lang hin. 800 Meter vorm Ziel stolpern wir in ein Eiscafé und katapultieren den Umsatz des Ladens auf ein neues Tageshoch.

Später, zum Abendessen, müssen wir die Unterkunft nicht mehr verlassen. Den Veggie-Burger hätte ich auch heute prima auf meinen glühenden Fußsohlen grillen können. Ich überlasse es dann aber doch der Küche.

Marschleistung: 27,5 Kilometer.

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