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Quorona Vadis?

von (Kommentare: 3)

Im Nahkampf: Mensch gegen Virus

Nun geht es also ins zweite Jahr. Die Kampfzone „Mensch gegen Virus“ wurde inzwischen ausgeweitet auf „Mensch gegen Mensch“, „Die da oben gegen die da unten“ und „Arbeitende gegen Arbeitslose“.

Und noch immer übertreffen sich die „Experten“ aller Couleur beim Wettlesen im Kaffeesatz. Auf ihre dauernd falschen Prognosen von gestern angesprochen, bekommt man bestenfalls ein arrogantes „Man habe halt dazugelernt“ zurück und dass „Wissenschaft ein dynamischer Prozess“ sei.

Pech nur, dass sich auch gesunder Menschenverstand weiterentwickelt und irgendwann ausmacht, wenn sich promovierte Knalltüten und Teilzeitpolitiker als Lösung anbieten, wo sie dem eigentlichen Problem längst den Rang abgelaufen haben.

Der Bürger aber bleibt auf sich zurückgeworfen und blickt schon lange nicht mehr durch, welche Verordnungen gerade in Kraft sind, welche Maskenfarbe zur Zeit gesetzlich vorgegeben ist oder ob Augenkontakt zwischen mehr als drei Menschen auch schon zu Bußeldbescheiden führt.

Mutationen

Alles rotiert, alles mutiert - je weniger gewusst wird, desto schneller. Informationen, Fehlinformation, Schulmeistereien. Schwachsinn, Verschwörungen, Meinungen, Kommentare, Versprechen, Lügen, Gutachten, Gegengutachten.

Und vorneweg jede Art von Medien, die sich längst um die Reste ihres „guten“ Rufes gebracht haben und als multimediales Graffiti mit ihren grellen Schmierereien unsere Umwelt auch nicht ansehnlicher machen.

Volkswürgschaft

Spätestens, wenn das Geld im Lande nicht mehr erwirtschaftet werden kann, sondern gedruckt werden muss, werden Krankheit und Tod ein anderes Gewicht im gesellschaftlichen Diskurs einnehmen. Jahrzehntelang haben die zig-tausend Toten im Straßenverkehr nicht als Argument gezogen, wenn es z.B. darum ging, Tempolimits einzuführen, um präventiv Leben zu retten. „Die paar tausend Toten“ (ganz zu schweigen von den ungezählten schwer geschädigten Unfallopfern) fielen nicht ins Gewicht angesichts der wirtschaftlichen Einbußen, die die deutsche Autoindustrie bei der Durchsetzung solcher Maßnahmen vorhersagte.

Zu dieser Haltung der „Güterabwägung“ wird auch die Politik eher früher als später zurückkehren, wenn sie merkt, wohin es letztendlich führt, wenn andauernd alles dicht gemacht wird. Das Virus wird damit auf jeden Fall nicht ausgerottet.

 

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Kommentare

Kommentar von Problemcousine |

Die "Güterabwägung" wird die Politiker im Vorgefühl auf die Septemberwahlen ( bei uns auch noch Landtagswahl) einholen. Mich ärgert besonders das Messen mit zweierlei Maß. Staatskonzerne, Flugunternehmen, Werften auf der einen Seite werden M(B)illiarden unterstützt- kleine Unternehmen mit einem klaren Hygienekonzept fallen dabei aber unter den
Tisch. Man kann auch nicht vermitteln, dass man 2 Stunden im Flieger dicht an dicht , zwar mit Mundschutz, sitzt und nach Malle ballern kann, der Einzelurlaub mit autarker Versorgung im Ferienhaus oder -wohnung nicht stattfinden darf. Ich hoffe auf den Mai und die Reisefreiheit nach Mecklenburg. Grüße an die Rote und Kochmaus,

Kommentar von Martina |

Ihr sprecht mir aus der Seele: hab ich vor einem Jahr unter der Irrationalität der Entscheidungen gelitten, kann ich angesichts der jetzigen Ansagen nur lachen. Neuester Coup: Arbeitger müssen 2 Tests pro Woche ermöglichen und zwar unter Aufsicht von geschulten Menschen und auf Wunsch eine Bescheinigung ausstellen. Auf beharrliche Nachfragen kam nach einer Woche die Info: es genügt, wenn eine Person (der die Gebrausanweisung gelesen hat) den anderen Aufsichtspersonen den Test erklärt!!! Und die können dann auch die Bescheinigung unterschreiben.... Da man die für Bauhaus und Frisör braucht, ist die Nachfrage groß.

Kommentar von Kochmaus |

Martina, ich kann Dir die Bescheinigung auch mit Kartoffelstempel stempeln. Ich bin voll kompetent. Könnte mich eigentlich als Bundesgesundheitsmaus bewerben. Falls es mit Bundesobermaus nicht klappt. Im Herbst.

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