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Punktlandung

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Sunshine Coast

Die Ostküste Australiens zwischen Sydney im Süden und Cairns im Norden gehört nicht nur für ausländische Fernreisende zu den bevorzugten Urlaubszielen. Die Infrastruktur der etwa 3.000 km langen Küstenlinie zwischen diesen beiden Hot Spots ist gut entwickelt.

Wie unterschiedlich, zeigen beispielhaft die etwa 200 km langen Küstenabschnitte, die sich nördlich und südlich von Brisbane finden: die Gold Coast und die Sunshine Coast.

Wir wollen uns beides ansehen und schlagen zuerst die nördliche Richtung ein. Das Ziel: Sunshine Beach. Der Ort lehnt sich nach Norden hin an den Noosa National Park an, nach Osten ans Meer - soweit das Auge reicht.

Auf dem Weg dorthin reihen sich kleinere Ortschaften wie Perlen auf eine Schnur. Man weiss, dass man einen neuen Ort erreicht, wenn man ihn unmittelbar vor der Nase hat - und dann ist man auch schon durch. Kein Gebäude, das mehr als drei Stockwerke hoch ist. Alles schmiegt sich irgendwie an die Topographie an, als wolle man bloss nicht auffallen.

Es ist ein klein wenig so wie eine Reise zurück in eine Zeit, als Urlaub noch was mit Erholung zu tun hatte und nicht mit Reizüberflutung und Dauer-Action.

In Sunshine Beach finden wir - Nomen est Omen - jede Menge Strand vor. Lang und länger und unverbaut. Wenn man hier nicht gerade an einem Sonntag den Main Beach von Noosa besucht, riecht es nirgendwo nach Frittenfett und die Brandung übertönt jedes von Menschen erzeugte Geräusch. Von den Rettungsbooten und -fahrzeugen der Life Guards abgesehen, die ab und zu mal nach dem Rechten schauen und dabei gerne auch ein bisschen auf David Hasselhoff machen. Aber das ist okay so. Denn wir haben keine Zweifel, dass sie selbst Kochmaus aus den Fluten fischen würden, wenn die mal wieder zu weit raus surft und nicht weiss, wie sie zurückkommen soll, weil sie das Ufer nicht mehr sehen kann.

Für uns heisst Sunshine Beach vor allem: vier Tage nicht fliegen und nicht Auto fahren. Gepflegtes Nichtstun mit langen Spaziergängen, hin und wieder ein Vollbad im Pazifik.

Ansonsten von der Veranda unserer schönen Unterkunft auf den Horizont blicken, bis wir hier nicht mehr weg wollen. Aber das geht leider nicht. Wir sind ja schliesslich nicht zum Vergnügen hier.

 

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