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Hurtig mal entspannen

von (Kommentare: 2)

Ein perfekter Start: Stahlblauer Himmel. 22 Grad. Die Bahnen sind pünktlich. Reisegruppe eins aus Berlin und Reisegruppe zwei aus Münster vereinen sich wie verabredet am Hamburger Hauptbahnhof.

Am Hafen wartet die MS Otto Sverdrup. Um die 530 Passagiere können auf dem Schiff der norwegischen Reederei Hurtigruten untergebracht werden. Auf unserer Fahrt ist sie mit etwa 260 Reisenden nur zur Hälfte belegt. So mögen wir das. Mehr Platz. Entspannteres Personal. Erhöhter Reisegenuss. Als wäre das nicht schon schön genug, bekommen wir beim Einchecken auch noch bessere Kabinen zugeteilt als gebucht. Ein Upgrade für umme. Wir haben noch nicht mal abgelegt und sind bereits mehr als happy.

Dem Eltern-Kind-Urlaub steht nichts mehr im Weg.

In den kommenden 14 Tagen soll uns das Schiff bis zum Nordkap bringen, entlang der norwegischen Küste, und wieder zurück nach Hamburg. Wir verlassen die Hansestadt und den Mördertrubel um den diesjährigen Hafengeburtstag. Nicht eine Sekunde macht sich das Gefühl breit, wir könnten was verpassen.

Für die nächsten Stunden wird der meditative Weitblick unserer Fahrt noch begrenzt sein durch die Elbufer, die uns bis in die Nacht hinein säumen. Doch kaum liegt die Stadt hinter uns, hat schon bald jeder sein Ruhe-Plätzchen an Bord oder in sich selbst gefunden. Stress-Systeme runterfahren. Entspannung volle Kraft voraus.

Am nächsten Morgen. Irgendwas ist falsch im Bild. Draußen spiegelglattes Wasser. Wir müssten längst in der Nordsee sein. Nordsee – Mordsee. War da nicht was? Sturmfluten? Seenot? Unbilden im Wellengang? Wie auch immer. Ist bei uns alles gerade nicht der Fall. Im Augenblick birgt eine Fahrt auf dem Tegeler See größere Gefahr seekrank zu werden. Und so bleibt es während des gesamten Tages und auch noch in der Nacht.

Am nächsten Morgen liegt Otto noch immer wie ein Brett auf dem Wasser. Ein feiner Dunst liegt über dem Wasser und über dem Land, das nun in Sicht kommt. Wie ein japanischer Scherenschnitt aus Seidenpapier täuscht das Bild über die schroffe norwegische Küstenlandschaft hinweg.

Schließlich fahren wir im Hafen von Stavanger ein, der viertgrößten Stadt Norwegens. Der erste Stop auf dem langen Weg zum Polarkreis.

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Kommentare

Kommentar von Problemcousine |

Hallo, Grüße an die Reisegruppe aus MVP. Das Euer Schiff so ruhig auf dem Meer liegt ist ja schön. Und mit der Anzahl der Passagiere könnt Ihr mehr als zufrieden sein. Auf der Schiffsglocke kann man noch den alten Namen des Hurtigrutenschiffes erkennen. Wegen der Monopolstellung musste die Reederei vor einigen Jahren das ursprüngliche Geschäft reduzieren, bietet seit dem aber die Expeditionen an. Grüße an die Rote und unbekannterweise an Deine Eltern von C&J.

Kommentar von Bruno |

Ja das ist ja eine super coole Reisegruppe.
Herzliche Grüße an Deine Eltern bitte und viele unvergessliche Erinnerungen ! ! !

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