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Großstadtdschungel

von (Kommentare: 1)

Prima Klima

Regenwald ist das letzte, was man in Singapur erwartet. Der hochindustrialisierte Stadtstaat mit seiner Gesamtfläche, die um 200 Quadratkilometer kleiner ist als die von Berlin, muss haushalten und sorgsam umgehen mit seinem bisschen Grund und Boden.

Obwohl sich selbst im Stadtgebiet bis hinauf auf Dachgärten alles Pflanzliche bei dem feucht- warmen Klima gut entwickelt, gibt es nur wenige und sehr kleine grüne und zusammenhängende Flecken auf der Karte von Singapur. Einer davon ist der Zoo der Stadt. Eine halbe Stunde Autofahrt bringt uns in den nördlichen Teil Singapurs, nur einen Katzensprung von der malayischen Halbinsel entfernt. Malaysia erreichen wir heute nicht, dafür sehen wir aber einen Katzensprung. Ausgeführt von weissen Tigern. Und das ist nicht das einzige, was uns dort in Entzücken versetzt.

Überall in der Stadt wird durch die intensive Bebauung die Hitze gespeichert und reflektiert und funktioniert damit wie ein sich selbstantreibender Backofen. Abkühlung findet man nur in geschlossenen Räumen. Die sind meistens auf arktische Temperaturen herunter gekühlt. Der Schweissgebadete hat die Wahl zwischen Hitzschlag und Lungenentzündung.

Ganz anders im Zoo. Bei der gleichen Außentemperatur lässt es sich gut atmen und entspannt laufen. Schatten durch die intensive Bepflanzung sorgt für ein angenehmes, wohltuendes Klima. Die Anlage ist großzügig. Sie bietet schöne Flächen für die Tiere und moderne Angebote für Familien mit Kindern. Darüber hinaus ist man stolz darauf, einige der erfolgreichsten Arterhaltungsprogramme zu betreiben. So wird hier unter anderem versucht, australischen Baumkängurus zu Nachwuchs zu verhelfen.

Neben Tieren aus allen Kontinenten finden sich in einem Mustergarten auch tropische und subtropische Pflanzen.

Am Ende des Tages haben wir zwei Dinge neu gelernt.
1. Weisse Tiger sind keine Albinos. Es sind bengalische Tiger mit einem ganz bestimmten Gen-Set, das unter 10.000 Tigern einmal vorkommt.
2. Während im deutschen der Begriff „Affe“ alle Primaten umfasst, unterscheidet das Englische zwischen „Ape“ und „Monkey“. Als erstere werden Affen ohne Schwanz bezeichnet (z.B. Gorillas), die zweiten sind mit Schwanz unterwegs (z.B. Gibbons).

Man lernt einfach nicht aus. Auch mit 60 nicht. Herrlich!

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Kommentare

Kommentar von Klaus Heller |

Ein Eldorado für den passionierten Tierfotografen! Super Bilder!

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