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Filmtipp: „Wunder einer Winternacht“

von (Kommentare: 1)

Wunder einer Winternacht

Wer ist eigentlich dieser Mann mit dem roten Mantel und dem weißen Bart, der sich nur einmal im Jahr blicken lässt und es schafft, in nur einer Nacht mit seinem Schlitten die ganze Welt zu durchsausen? Wie kam der Weihnachtsmann auf die Idee, jedes Jahr Geschenke an die Kinder zu verteilen? Ein wunderschöner Weihnachtsfilm erzählt die Geschichte, die vor dem Anfang war.

Weit oben, im tiefsten Lappland, verliert der kleine Junge Niklas auf tragische Weise seine Eltern und seine kleine Schwester. Die Dorfbewohner treffen die Entscheidung, dass jede Familie sich ein Jahr lang um den Jungen kümmern soll. Immer zu Weihnachten wechselt das Kind also sein Zuhause, und bedankt sich bei seinen „Wahlgeschwistern“ mit einem kleinen geschnitzten Spielzeug. Der Junge hat das Schnitzmesser und das Geschick seines Vaters geerbt – und seine kleinen Schnitzereien werden von allen bewundert und geliebt.

Als der Junge alle Familien durchlaufen hat, nimmt ihn der gruslige und schlechtgelaunte Isakki bei sich auf. Der erkennt trotz seiner Strenge und scheinbaren Kälte das Talent des Jungen, und fördert ihn und seine Schnitzkunst. Niklas taut den grantigen Isakki auf und berührt sein hartes Herz, und so werden die beiden bald wie Vater und Sohn sein.

Bald möchte Niklas für die vielen Kinder des wachsenden Dorfes so viel Schnitzwerk fertigen, dass er es fast nicht mehr schafft, es in der Weihnacht zu verteilen. Und immer noch hat niemand den Geschenkeverteiler je gesehen, denn Niklas und Isakki bewahren ihr Geheimnis.

Niklas wird älter und erwachsen, sein Haar wird grau und sein Bart immer länger. Wie kann er es nur schaffen, sein schönes Spielzeug pünktlich zu verteilen, ohne gesehen zu werden? Einen Schlitten müsste man haben, und ein paar Rentiere, die ihn ziehen… Und vielleicht ein oder zwei Helfer, die ihn unterstützen könnten….

Irgendwann, während man auf dem Sofa am Pfefferkuchen knabbert und Niklas zuschaut, der nachts durch die schneebeladene Winterlandschaft Lapplands saust und vor die Türen kleine Holztiere legt, geht einem schließlich ein Licht auf, wessen Geschichte hier erzählt wird. So warmherzig, so anrührend und schön, dass einem das Herz aufgeht und die Pfefferkuchen in der Hand zu schmelzen beginnen.

Dieser Film ist allein durch die besondere Stimmung einer zeitlosen Erzählung, die phantastischen Landschaftsaufnahmen aus dem hohen Norden und die anrührende Geschichte über menschlichen Zusammenhalt, Freundschaft und familiäre Verbundenheit ein ganz besonderes Juwel. Es ist ein wunderschöner Familienfilm für alle Altersgruppen und wird Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern. Man kann ihn immer wieder schauen und wird immer wieder noch Kleinigkeiten entdecken, die so schön sind, weil sie einem mitten im Winter das Herz erwärmen.

Ganz großes Kino!

„Wunder einer Winternacht“ gibt’s auf DVD und bei einigen Streaming-Diensten.

(Siehe auch „Top-Five-Liste“ der schönsten Weihnachtsfilme, aufgelistet von der ROTEN)

 

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Kommentare

Kommentar von Die Kleene |

Ja, eine wunderschöne Geschichte. Du hast mir mal das Buch geschenkt.

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