Zur Übersicht

Dschungelbuch Tag #5

von (Kommentare: 1)

Liebes Dschungelbuch,

ich weiß ja nicht, wer sich den Quatsch ausgedacht hat: Vom Tellerwäscher zum Millionär. Aber nach 5 Minuten unten in der Küche habe ich sofort beschlossen, ein paar Stufen zu überspringen.

Seit heute morgen bin ich Chef am Pool auf Deck 8. Da kann ich schön eine ruhige Kugel schieben und habe einen guten Blick auf die Prominenz an Bord. Zu denen werde ich auch bald gehören. Ich fühle es.

Ich bin also grade dabei, den Obstsalat in den Gläsern farblich neu zu arrangieren, da glotzen mich zwei trübe, wässerige Augen durch die Scheibe an. Zuerst dachte ich, wie verirrt sich denn ein Faultier hier an Bord?

Und dann sehe ich: das Grauen! Oder schlimmer noch: den Grauen!

Ich habe mich gleich zwischen Obstsalat und Blaubeerquark geschoben und nicht mehr gerührt. Natürlich er hat mich nicht gesehen. Auf die Entfernung ist er ja blind wie ein Maulwurf.

Wie konnte das sein? Wie kam der hierhin? Und, wo der Graue ist, kann die Rote nicht weit sein. Und die, liebes Tagebuch, ist meine Chance. Der Graue ist ja immer schwierig im Umgang. Grob. Frech. Unverschämt. Aber die Rote wickel ich mit links um den Finger. Das heißt für mich: ein schönes großes, kuscheliges Bett. Und für den Grauen: Rettungsboot.

Morgen geht es weiter. Ich freue mich schon.

Bis dann, liebes Dschungelbuch.

Zurück

Kommentare

Kommentar von Jutta Schäfer |

Der Bericht ist einfach zum Schmunzeln. Freuen uns immer auf die neuen Berichte.

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 4 plus 9.