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Der letzte Schrei

von Kochmaus (Kommentare: 1)

Hallo liebe Maskenträger,

seid Ihr auch so durcheinander wie ich?

Vor nicht allzu langer Zeit waren alle, die sich vermummten, böse und wurden bestraft. Neuerdings ist böse, wer sich NICHT vermummt. Und wird bestraft. Mit Geldbuße, Beschimpfung, absichtlichem Anhusten oder bösen Blicken.

Das ist doch endlich der Beweis, wie schrecklich die Krankheit unter uns wütet. Nicht nur die Lunge wird angegriffen. Als erstes erwischt es immer das Gehirn. Bei ganz Vielen nur das Gehirn. Und bei den meisten von denen erwischt es das Gehirn sogar ganz ohne Infektion.

Da passt es auch ganz prima ins Bild, dass die Masken (mit denen zum Glück alle gleich Scheiße aussehen) im Kampf gegen übertragbare Krankheiten zu 95% Placebo sind. Übrigens nicht zu verwechseln mit Placebo Hypochondrie, dem portugiesischen Opernsänger. Das Placebo, was ich meine, wurde erstmals thematisiert und bekannt durch das berühmte Theaterstück „Der eingebildete Gesunde“ von einem gewissen Herrn Molljär.

Wusstet Ihr übrigens, dass Pfefferminzbonbons zu 100% vor Hirntumor schützen! Experten verweisen auf eine medizinische Studie, die kürzlich in Absurdistan durchgeführt wurde. Über eintausend Testpersonen bekamen 4 Wochen lang nach jeder Mahlzeit Pfefferminzbonbons verabreicht. Danach konnte bei keinem der Drops-Lutscher ein Hirntumor festgestellt werden, dafür aber super frischer Atem.

Jetzt wisst Ihr bescheid. Die Masken sind gegen übertragbare Krankheiten so wirksam wie Pfefferminzdrops gegen Hirntumor. Und wer das jetzt nicht glaubt, ist selber schuld und ein Verschwörungstheoretiker. Ich bin jedenfalls schon jetzt für die Pfefferminzbonbonlutschpflicht. Flächendeckend.

Aber zurück zur Maske. Oder genauer, zur Maskenpflege.

Als verantwortungsbewusste Maskenträger wisst ihr inzwischen selbst, dass es sich unter einer Baumwollmaske nach 20 Minuten ununterbrochenem Tragen anfühlt wie beim Waterboarding ohne Folterknechte. Erst klebt einem das Tuch an den Lippen, dann am Gaumen und mit dabei die ganzen Bakterien von anderen Menschen, die sich schon nach 5 Minuten Bewegung unter Leuten im eigenen Mundschutz eingenistet haben.

Dem spontanen, unkontrollierten Ausflippen in der Öffentlichkeit beugt Ihr vor, wenn Ihr immer trockenen, keimfreien Ersatz dabei habt. Um das Waterboarding-Gefühl zu minimieren und den Placebo-Effekt zu optimieren, reicht es, wenn Ihr alle 10 Minuten eine frische Maske aufzieht. Mit einem Bestand von nur 100 Masken kommt Ihr so bequem durch die Woche.

Die gute Nachricht ist, dass schon jetzt für jeden was dabei ist. Aus dem Mangel ist Überfluss geworden. Die Modedesigner haben in der „Visage Couture“ ein neues, unendliches Betätigungsfeld gefunden. Und wir freuen uns bereits auf den bald blühenden Handel mit Gebrauchtmasken (bitte nur gewaschen!)

Also, bleibt dran, bleibt gesund an Herz und Hirn. Und immer schön in die Maske atmen.

Eure Kochmaus

 

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich

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Mundraub

Hurra, die Marktwirtschaft ist zurück!

Visage Couture

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Kommentar von Problemcousine |

Liebe Kochmaus, bei uns heißen die Dinger übrigens Schnutenschlüpfer. Sagt eigentlich alles. Schade, daß ich Dich und die " Rote" nicht Ende Juni treffen kann. Oder wärst Du gar nicht mitgekommen ? Trotzdem schönen Sommer mit Deiner neuen Liebe! Gruß aus MV.