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Abenteuer Wohnen

von (Kommentare: 4)

Einkaufen. Wäsche. Geschirr.

Pünktlich zum ersten Advent feiern wir Heimat. Nicht mit Kerzen, Kranz und Klühwein - sondern mit Alltag. Eine großzügig Ferienwohnung und vier Tage, die wir hier am Stück verbringen, machen es möglich.

Ein bisschen Aldi. Ein wenig Strassencafé. Gemütlich durch Noosaville flanieren. Kühlschrank befüllen. Essen selber zubereiten. Gemütlich am eigenen Tisch sitzen. Sogar abräumen und abwaschen werden zu besinnlichen Verrichtungen.

Wenn die exklusive und privilegierte Ausnahme zur Regel wird, erstrahlt das Althergebrachte und Gewohnte irgendwann in völlig neuem Glanz und mit seinem eigenen Charme.

Aber bevor wir uns daran wieder gewöhnen, geht es auch schon weiter.

 

Vertreibung aus dem Paradies

Die Kombination Paradies und Schlange haut irgendwie nicht so richtig hing. Und auch wir schreiben die Geschichte fort. Auch wir gehören am Ende zu den Vertriebenen.

Das Schild warnt vor der Braunen Schlange. Der Chronist nimmt es zur Kenntnis und geht von einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit der persönlichen Begegnung aus. Schlangen sind scheu und wollen ihre Ruhe. Seine Frau googelt. Stundenlang. Eine ganze Nacht durch. Dann findet sie, was sie geahnt hat und nun weiss.

Wir sind tot. Quasi. Dem Tode geweiht. Weil: Braune Schlange.

In der Tat gilt besagtes Reptil als zweitgiftigste Schlange Australiens. Und aggressiv soll sie ausserdem sein. Keine gute Kombination, meint der Gatte. Armageddon, sagt die Gemahlin.

Der Messerblock aus der Küche findet einen neuen Platz. Auf dem Nachttisch der kleinen, zunehmend nervöser werdenden Frau. Der Gemahl schläft unruhig. Der Grund ist nicht die Braune Schlange, deren Beuteschema er eher in Größenordnungen wie Kochmaus vermutet. Mit dieser Haltung steht er in der Reisegruppe so ziemlich alleine da.

Die Frau sieht und hört überall nur Schlange. Und tatsächlich begegnen uns die gewaltige Green Rubber Adder und der Blue Garden Python. Wir überleben die Begegnungen nur mit viel Glück.

Schließlich springt Kochmaus ihrer Schwester im Geiste bei und tut was zu tun ist.

Der Verwalter der Liegenschaft auch. 100 australische Dollar für einen zerstochenen Gartenschlauch. Ein Scheck aus Mausepotanien wird nicht akzepitert. Die Mastercard des Reiseleiters hingegen schon.

Und wieder einmal trifft das alte englische Sprichwort zu:
Call a place paradise and kiss it goodbye.

 

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Kommentare

Kommentar von Klaus Heller |

Köstlich!

Kommentar von Problemcousine |

Mir erschließt sich die Notwendigkeit des zerstochenen Gartenschlauches nicht ! Soll dieses Teil abschreckend auf die Schlange wirken ? zur Vertreibung selbiger genutzt werden? Antiseren sollten eigentlich verfügbar sein. Ein kleiner Pieks würde dann Leben retten. Notfalls spritzt Euch das Zeug dann selbst. Ich hoffe, weitere Reiseberichte lesen zu können !! Gruß aus MVP

Kommentar von Maxi |

Kann man echt im Dunkeln einen knall blauen Gartenschlauch und eine braune Schlange nicht auseinanderhalten?! Aber was mich noch viel mehr geflasht hat: auf einem Foto hat die Gattin nichts Rotes an! Iphone zählt nicht!

Kommentar von Bruno |

Antwort für Maxi, Burkinis gibt es nicht in rot

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